Aynsley Lister im Charlys

    • Aynsley Lister im Charlys

      Am Freitag, den 18.11. gastierte Aynsley Lister mit Band zum fünften Mal im sehr gut gefüllten Charlys in Oldenburg. Im Gepäck hatte ein sein tolles neues Album "Eyes wide open". Erwartungsgemäß eröffnete Lister das Konzert mit dem Opener dieses Albums "All of your love", gefolgt von der Pop Rock Nummer "Inside out", welches der Vorgängerplatte "Home" entstammte. Insgesamt ein guter Beginn. Dann folgte "Il grande Mafioso", schon auf der aktuellen CD ein Fremdkörper, gefiel mir live auch nicht besser. "Other part of me" konnte mich erst mal nicht von meiner Lethargie befreien. Dann kamen wieder zwei Stücke von der "Home" und zwar "Hyde 2612" und "Sugar". Habe ich mich etwas dran sattgehört und dann wurden beide Songs mit jeweils 10 Minuten Spielzeit sehr lange ausimprovisiert. Dann Pause. Den zweiten Set eröffnete Aynsley mit "Stay". Passabel, aber auch nicht gerade mein Lieblingssong von der "Eyes wide open". Dann kam ein über 10-minutiges Instrumentalstück, worin jeder Musiker zeigen konnte, was er konnte: Bass-Solo, Drum Solo, ein bisschen Klimpern. Klang so wie im Proberaum und nach den beiden viel zu langen Schlusssongs des ersten Sets völlig überflüssig. Danach spielte Aynsley nur noch Balladen und leider keinen weiteren Song mehr von der neuen Platte: "Early Morning Dew", war in jedem der letzten Lister-Gigs vertreten. Eigentlich ein guter Song, aber nicht wenn man auf einen "Punch" wartet. Dann das Muddy Waters Cover "Champagne and reefer", der meines Erachtens überhaupt nicht zu Lister passt. Dann wurde schon mit Purple Rain auf die Zielgrade eingebogen. Konnte mich dann auch nicht mehr ins Konzert zurückholen. In der einzigen Zugabe spielte Lister dann konsequenterweise eine Instrumentalversion von "Little Wing". Für eine schnellere Nummer wäre jetzt auch kein Platz mehr gewesen.
      Fazit: Da ich die eingangs erwähnten 5 Konzerte im Charlys alle gesehen habe, fiel dieses leider ab. Es war immer die Mischung aus rockigen und bluesigen Midtemposongs, die Lister Konzerte ausgezeichnet haben. Das hat leider dieses Mal gefehlt. Dennoch hat es wohl vielen im Saal gefallen, die Aynsley noch nicht so oft gesehen haben wie ich. Wenn ich aber ein starkes neues Album am Start habe, warum lasse ich dann so tolle Songs wie "Everything i have to give", "Time", Handful of doubt", "Right as rain" und vor allem den Übersong "Kalina" liegen. Mir ein völliges Rätsel. Laut Setlist FM waren es in Stuttgart immerhin sieben Songs vom neuen Album, daher scheint das Konzert in Oldenburg wohl nicht repräsentativ zu sein. Hoffentlich.

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