Die 10. Lübecker Bluesnacht – Jubiläumsbluesnacht 12.2.17 Live CV

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      Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Sie haben es tatsächlich gemacht!!!
      Nach der 9. Bluesnacht im letzten Jahr (mit Abi Wallenstein) fragte man sich ja nun berechtigterweise, wie sie die in diesem Jahr zum Jubiläum toppen wollen. Wie das noch gehen sollte, war jedem rätselhaft. Aber sie haben es tatsächlich gemacht. Und zwar so:
      Als wieder souveräner „Eisbrecher“ erwies sich erneut Bertram Scholz. In diesem Jahr noch einmal zusammen mit „Dr. Harp“ Rüdiger Funke... Aber den ersten Song des Abends sang er ganz allein (schwierige Position! :( „Romeo and Juliet“ von Lou Reed. In interessanter Version und stark! Dann kam die Harp dazu und es blieb stark UND wurde zusätzlich noch extra-bluesig...
      Was dieser Dr. aus ca. 10 cm Harp herausholt, ist schon kolossal. Er spielt sie im Tanzen, im durch die Reihen ziehen, im Knien und singen kann er auch noch. Und die Drums ersetzt er mal so nebenbei mit rechter Hand auf rechtes Bein ;) Diese Harp „jubelt“, „schluchtzt“ und enthält einen kompletten „Verschiebebahbhof alter Dampfloks“ (angeblich genau den aus seiner Heimatstadt Rheinhausen...). Rag-Time durfte natürlich auch nicht fehlen und mit einem leeren Bierglas als „Resonanzkörper drunter“ klingt das ganze dann nochmal wieder anders :)
      Und dann kam Bluesmail und stellte gleich einen neuen“Publikumzumtanzenbring“-Rekord auf: beim 2. (!) Song hielt es einen nicht mehr auf dem Stuhl... Fix, kann man da nur sagen.
      Mit Uraufführungen (Baby, please don`t go“) , bewährten und länger nicht gespielten Song brachten sie Schwung in die Hütte! Bei „Hey, Cinasky“ warfen sich Rüdiger und Alfons so gerade wieder gekonnt die Töne zu, DA schnappte sich zur allgemeinen Überraschung Klaus Hoffmann mit seinem Schlagzeug die „Pille“ und legte ein Schlagzeugsolo hin, dass alle den Atem anhielten!
      Furiose Drum-Jonglage – Publikum gebannt und - TOOOR! :thumbsup: Eine One-Man-Show par exellence...
      Aber auch der Rest der Truppe war fulminant wie man sie kennt. Und top „vorbereitet“: frisch geputzte ( ^^ ) Gitarre, großbuchstagig gekennzeichnete Harp (von wegen dem Rumgesuche nach E-A und G wie Gustav), Ulrich ist eh immer auf dem Punkt und Klaus mit diesem High-Noon-Solo...
      Treffer – versenkt :thumbup:
      Mit „Cheryl“ (das ist die, die zu viel redet) und „Mathilde“ (das ist die, die kein Gehampel mag) kamen dann die Blues-Ladies zum Zuge. Und mit Madame Zaza (das ist die mit der Super-Klarinette). Die muss nicht besungen werden – die spielt selbst. Aber so was von!!!
      Und „Alabama Train“ (in memoriam) = Alfons` spezielles Gitarrentremolo und „Jambalaya“= Rüdiger am Keyboard (kann er inzwischen auch – und wie!). Und dann holte Alfons seine „Silberbüchse“ (äh... -gitarre ^^ ) heraus und „You got to move“ - und zwar alle! Wieder ein Feuerwek, wie man es von Bluesmail kennt und liebt!
      Der 3. Act des Abends war dann der andere „Gitarren – Krause“: Peter Craw C. Als Duo BLACK PATTI (mit Ferdinand „Jelly Roll“ Kraemer). Die zwei reichten sich die Gitarren hin und her: da konnte jeder alle :!: . Und der letztere spielte Mandoline: ein etwas in Vergessenheit geratenes Bluesinstrument... Schade, denn wenn man es so beherrscht wie er (selbst hinter den Kopf gehalten und auf einem Bein Texas-Dance dabei), ist das was ganz, ganz Feines! Von melancholisch bis vergnügt gab es den Songs eine besondere Note...
      Die zwei „bluescrazy“ Bajuwaren brachten Texas von München nach Lübeck! Su -per!!! Tolle Blueser – in der Wolle gefärbt... Sehr empfehlenswert...
      Zum Abschluss vrsammelten sich dann noch einmal alle: die zwei Guitar-Krauses agk und P C.C.), die 2 Harp-Rüdigers (Vogt und Funke), die ganze Belegschaft und Zaza und Bassmann Michael (von Bluesmail, der „leichtsinnigerweise“ gekommen war und nun auch ran musste ^^ )Nach der x-ten Zugabe („OK, 1 spielen wir noch“ und das mehrmals hihi) war es dann kurz vor 2 Uhr und eine würdige Jubiläumsblussamstagnacht in den Sonntagmorgen übergegangen...
      Ich sachte ja: Sie haben es tatsächlich gemacht!
      Und davon konnten selbst Schneeeinbruch, Glätte und wg. Ostwind gefühlte -10° keinen Faden abbeißen :)
      Zur 2. Blues Special Bluesnacht im Sommer wird dann zwar vermutlich das Wetter anders sein, aber der Bluesgenuss genau so GREAT!