Salaise Blues Festival

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    • Salaise Blues Festival

      Das Salaisse Blues Festival begann mit einer netten Überraschung. Ich kriegte einen Klapps auf die Schulter von meinem Bekannten Jean-Philippe der 2013 mit 2 Freunden in den Staaten unterwegs war. Und dem ich zwischen Clarksdale und Lafayette alle paar Tage über den Weg lief oder radelte.



      Der Auftakt des Festivals war dann nicht so erfreulich.

      They Call me Ricco ist eine französische 2 Man Band die ziemlich rumpeligen und atmosphärischen Blues spielen. Nur aus meiner Sicht hat das Freitag abend gar nicht gepasst. Schlagzeugbeat passt nicht zum eigenen Gitarrenspiel. Keyboard klingt wie man sich so ein Piano 1920 in einem Puff in New Orleans vorstellt. Nur halt schwer verstimmt. Und ja man kann eine Geige zum Blues spielen und die darf auch gern atmosphärisch klingen aber halt nicht wie als ob da jemand sägt.
      Grob gesagt ich hatte eine Ahnung was die beiden machen wollten. Uund wenn es gut gewesen wäre, stehe ich auch auf solche Sachen. Nur von gut waren die beiden Meilenweit entfernt.

      Demetria Taylor mit Aki Kumar war da schon ein ganz anderes Kaliber.
      Die Dame zeigte warum Blues auch richtig Spass machen kann. Sang wie eine ganz Grosse und animierte das Publikum zum mitmachen, so das mal etwas Leben in die Bude kam. Unterstützt wurde sie von Aki Kumar an der Harp. Der junge Herr ist echt gut und könnte mal einer der großen werden.
      Nur eins verstehe ich nicht, wenn man schon Rockin Johhny Burgin an der Gitarre mit dabei hat so sollte man das wenigstens ins Programm schreiben. So war ich schon etwas überrascht das ich einer der Protaginisten einer unvergessenen Bluesnacht von 2009 aus dem Reggies in Chicago in Salaisse auf der Bühne sah.

      Samstag hatten die Veranstalter mit "The Two" eine junges Schweizer Duo verplichtet. Und im Gegensatz zum Vorabend konnten die beiden überzeugen. Eher ruhiger sehr atmosphärischer Akustikblues, mit sehr schönem Slidespiel auf ihren Dobros und hervorragendem Gesang.

      Danach gabs ein Zwischenspiel des Bluesworkshops.
      Während des Bluesfestivals finden in Salaise seit 10 Jahren verschiedene Worksshops statt. Und die Teilnehmer durften für mehrere Stücke ihr Können auf der Bühne präsentieren.

      Zum Abschluss gabs dann wieder Dampf aufs Ohr und Futter für die Tanzbeine

      Andy J. Forrest begann das Konzert in dem er Harp spielend erst mal über die Zuschauertribüne lief um das dortige Publikum etwas zu motivieren. Danach ging er auf die Bühne und spielte einen Mix aus Zydeco, Blues und feinen New Orleans klängen.
      Das ging mächtig ins Tanzbein.
      Einziger Kritikpunkt: Seine französischen Moderationsversuche waren zwar nennt gemeint aber ich glaub nicht das das Publikum das Gestammel verstanden hat.

      Auf jeden Fall Salaise war eine Reise wert. :thumbup:
      Radfahren ist Vernunft, Blues ist Leidenschaft 8)