Cover - Songs

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    • Cover - Songs

      Covers sind selten besser, meist viel schlechter als das Original ,
      zb, wie Jasper Steverlinck Version von Dylans "To Make You Feel My Love",
      Michael Bolton Interpretation von "Sittin 'On The Dock Of The Bay"
      oder Tori Amos mit '"Smells Like Teen Spirit"

      Ihr werd verstehen was hier gemeint werd. 8)

      Aber das bedeutet nicht, dass lästig sein, wenn Sie eine zu hören und nicht identifizieren können.



      In so einem Fall bietet "Second Hand Songs" oft die Lösung
      Die Website wurde von drei Flemmings (Belgien)gestaltet.

      Die drei haben sich geärgert an der Unzuverlässigkeit und Unvollständigkeit
      von Datenbanken und anderen Cover-Data-Bases.
      Auf ihren Website findet man mehr als 30.000 Songs auf 116.000 Auftritte von mehr als 36.000 Künstlern.


      Der Song 'Yesterday' ist z.b.das meist gecoverte Songs der Welt,
      mit Versionen von ua Joan Baez, Liberace, Frank Sinatra, Elvis,

      secondhandsongs.com/


      Viel Spass beim wuseln 8)


      Verano
      Leave Your Ego..Play The Music..Love The People ( Luther Allison)
    • RE: Cover - Songs

      Liebe Yvonne,
      danke für den sehr hilfreichen Link.

      Über den Titel der Datenbank muß ich allerdings ein Wörtchen schreiben.

      Der ist nämlich unsinnig, genauso wie die negativ besetzte Bezeichnung "covern"

      Schau Dir das Beispiel des Titels "Ain't Nobody's Business If I Do" an.

      So hinreißend Bessie Smith den Titel im Jahr 1923 gesungen und aufgenommen hat (Das Original von Anna Meyers 1922 hab ich leider nicht),
      so stellt sich doch die Frage: Wie arm wären wir heute, wenn wir die Aufnahmen des Titels, von z.B. Roy Buchanan, Bobby Mack, EB Davis, Jimmy Witherspoon, Bryan Lee, B.B. King, Ronny Earl, Bill Dowey, Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Eric Clapton, Peter Green und Alvin Lee nicht hätten?, um nur "einige" zu nennen.

      Klar ist aber auch, dass es Versionen von Songs gibt, die es sich nur einmal zu hören lohnt. Dies hast Du ja auch erwähnt.

      Im Grunde ist es eine große Ehre und Auszeichnung für den Urheber eines Songs, nachgespielt zu werden. Und der geschäftliche Aspekt (Tantiemen) ist sicher für jeden Künstler ebenso wichtig.

      Yvonne, die Datanbank ist eine tolle Infomationsquelle und hätte einen anderen Titel verdient.


      Gruß an Dich

      Uli - K 2
    • RE: Cover - Songs

      Lieber ein guter cover als ein schlechter "eigener" Song.



      Fast alle haben das Gewerbe über covern und cover-Versuche gelernt. Außerdem führt bei Musikstilen, die so gut wie ausschließlich auf mündlicher und instrumenteller Überlieferung beruhen, kein Weg über das covern vorbei, weil nur so die Weitergabe funktionieren kann.

      Viele Originale sind entstanden, weil man das Vorbild nicht "richtig" hingekriegt hat und dann bezüglich der eigenen Bemühungen feststellen konnte: "Das ist ja eigentlich auch was Tolles, da kann man was draus machen."



      Richtig ist m.E., dass viele cover gegenüber dem Original abfallen. Das gilt für viele - insbesondere platte Kopie-Versuche und ebenso platte Entfeinerungen - aber eben nicht für alle.

      Schädlich ist es, wenn die, die mangels genauer Erfassung des Originals oder wegen mangelnder Spielfähigkeit nicht richtig covern können, dem, der auf diese Defizite ihrer Bemühungen hinweist, entgegen halten: "Das ist Blues, da geht alles" oder "Bist Du von der Bluespolizei". Nee, das ist meistens leider nur Mist, über den ich hier lieber schweige.



      Fähige Bluesmusiker weisen gerne darauf hin, dass ihre Kunstform beherrscht werden muss, weil es sonst nämlich keine Kunst ist. Wer´s nicht glaubt, sollte sich mal "Allen Toussaint plays Professor Longhair" anhören und -sehen. Dabei sollte man vor allem seiner sehr freundlich-amerikanischen Vorrede lauschen. Darin weist er, der eine Menge Standards geschrieben hat, darauf hin, dass er in seiner Jugend viel Zeit darauf verwendet hat, Profesor Longhair-Sachen genau so zu spielen wie dieser. Auf die Ergebnisse seiner Bemühungen ist er sehr stolz, und das mit Recht.

      Wie sagt er dann so schön für die britischen Fernsehzuschauer:
      "There are little rules even though it sounds wild and random, there are little rules that you´re don´t goin´against when you´re really doin´ it"

      Wenn er sie dann im einzelnen aufzählt und spielender Weise demonstriert, kann man ihm nur zustimmen - mit der Ausnahme vielleicht, dass diese "rules" vielleicht doch nicht so "little" sind. Sei es, wie es sei, er hat´s nun drauf. Am Schluss folgt die Erklärung, woran Longhair sich selbst orientiert hatte. Nichts kommt von nichts.

      Hier der Link: "http://www.youtube.com/v/Q62qTlHfyWI?fs=1&hl=de_DE"



      Ersatzweise kann man sich auch Jason Ricci - Lehrvideos ansehen, in denen er die "Einzelteile" zeigt, aus denen sein Spiel insgesamt zusammen gesetzt ist. Wie heißt das so schön: "Das muss man erst mal nachmachen". Selbst der, der nicht so spielen will, wie er, und Ricci´s Richtung nicht so schätzt, hat seinen Nutzen davon. Viele seiner Licks kann man gut übernehmen - wenn man sie denn hinkriegt....



      Plattes Kopieren mit "mindestens die Hälfte des Wesentlichen weglassen" und dann auch noch falsch spielen, ist manchmal nur noch widerlich, aber wo wären viele fähige Gitarristen, wenn sie sich nicht intensiv an B.B.King, Otis Rush oder Robben Ford versucht hätten - und wo wären z.B. Allen Toussaint und Dr. John, wenn sie ihre Fähigkeiten nicht an Longhair-Covern ausgebildet hätten.



      Covern ist daher nicht generell zu be- und verurteilen. (Diese Aussage erfolgt bewußt nicht mit einer "IMHO"-Einschränkung.)


      LG
      Wolfgang2

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