Monster Mike Welch & Mike Ledbetter

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    Der Verein “Freunde des gepflegten Zwölftakters e.V“ in Peterhagen an der Weser veranstaltet in unregelmäßigen Abständen Blueskonzerte und einmal im Jahr eine Bluesnacht. Nachdem früher die Konzerte in der Windmühle Großenheerse nahe Petershagen stattfanden, ist seit ca. 2 Jahren das Cafe “Haus Windheim No2“ die Anlaufstätte für Bluesfans. Monster Mike Welch & Mike Ledbetter geben am 21. April das erste von zwei Konzerten in Deutschland. Vor Konzertbeginn kann man sich mit Bluesfreunden, die aus dem gesamten nordwestdeutschen Raum angereist sind, bei Bratwurst, hausgemachten Kartoffelsalat und kalten und warmen Getränken austauschen. Pünktlich um 20:00 Uhr beginnt das Konzert. Die beiden Musiker aus Chicago werden bei ihrem Auftritt von einer französischen Band begleitet. Der Sound in dem gut gefüllten Cafe ist sehr gut, die Musik von einer angenehmen Lautstärke. Als die ersten Töne erklingen weiß ich, es wird ein gutes Konzert werden. Monster Mike Welch an der Gitarre und Mike Ledbetter an der Gitarre und Gesang spielen seit 2016 zusammen. Das erste Mal gemeinsam zusammen musiziert haben die beiden auf dem Chicago Bluesfestival 2016. Da es von Anfang an zwischen den beiden harmonierte, entschloss man sich zu zweit eine CD zu produzieren. “Right Place, Right Time“ ein (auch im BluesRoad Radio immer wieder gern gespielter Tonträger) mit klassischer Bluesmucke entstand. Jetzt stehen die beiden Musiker der ersten Bluesliga hier im äußersten Nordosten Nordrhein-Westfalens auf der Bühne. Vom ersten Stück ab an merkt man, dass hier Künstler mit dem richtigen Gefühl für die Musik am Werken sind. Mike Ledbetter ist das beste Beispiel dafür, dass klassische Gesangsausbildung und der Bluesgesang sich nicht im Wege stehen müssen. Der Mann kann singen (!) und bringt das Feeling mit. Eine unglaubliche ausdruckstarke Stimme macht vom ersten Moment an Stimmung in dem Cafe im Storchenmuseum. Seine Präsenz, seine Gesten, seine Bewegungen ,alles kommt überzeugend rüber. Mike Welch - schon als sehr junger Gitarrist "Monster" genannt - ist einer der besten Gitarristen in der Tradition des klassischen Chicagoblues, einer der nicht unendlich auf den sechs Saiten rumfiedelt, einer der nicht mit ausufernden Posen sein Können unterstreichen muss. Einer der immer genau den richtigen Ton trifft, einer der genau weiß wie lang ein Soli sein darf. Auch wenn beide Gitarre spielen ergänzen sie sich meisterlich und macht es unglaublich viel Spaß ihnen zuzuhören. Ob Slow-Blues, Boogie, Shuffle oder Soul-Blues, die Band hat es drauf. Welch und Ledbetter verstehen sich prächtig auf der Bühne. Sie spielen mit einer Freude und Kraft und Stärke wie ich es live selten erlebt habe. Die Beiden mit den Mitmusikern, Mig Toquereau (bs), Damien Cornelis (keyb) und Fabrice Bessouat (dr)heizen den Zuhörern an diesem warmen Aprilabend noch zusätzlich mächtig ein. Dies ist zwar keine amerikanische Begleitband doch geht das Niveau des Trios weit über das einer “Pick-Up-Band“ hinaus. Zu hören sind überwiegend Stücke von der bisher einzigen CD der Band, sowie auch ein paar Bluesklassiker. Der Saal kocht, Standing Ovationen zum Schluss. Nach zwei Zugaben machen wir uns auf den langen Weg nach Hause. Es war eins der besten Blueskonzerte der letzten Zeit -einfach Klasse. Hierfür hat sich die Fahrt allemal gelohnt. Ich bin, auch zwei Tage später immer noch hin und wech.




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    Vielen Dank dem “Freunde des gepflegten Zwölftakters e.V“ . Am 13. Mai 2018 (Muttertag) kommen die Mitch Kashmar Band featuring Junior Watson.


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    Mehr Fotos und in einer höherer Auflösung gibt es hier.


    Hier noch zwei schöne Videos von dem Konzert aufgenommen von Anke Bartels .


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