Blues und Radtour 2018

  • Teil 2 Moensteras Blues & Roots Festival


    Warum ich mit Teil 2 anfange.

    Ich bin so mit Farmer einig da könnt ihr auch seinen Bericht über Schöppingen lesen.


    Jedes Festival hat seinen eigenen Charakter und in Moensteras ist das nicht anders.


    Als ich um 15:00 pünktlich zur ersten Bluesband vor der Kirche saß, waren keine Bluesfans weit und breit zu sehen. Ein paar Rentner schauten halb interessiert ein paar mäßigen Bands beim spielen zu. Lokale Parteigruppen verteilten Popcorn und ein paar Buedchen sorgten für Eis und sonstiges Essen. Blueshüte und Festivalshirts

    gabs auch zu kaufen. Ansonsten ging das Kleinsstadtleben seinen Gang.

    Das Hauptzelt wo abends die bezahlten Konzerte stattfanden war offen und von dem Ticketshop wo ich meine reservierten Karten abholen sollte war nichts zu sehen.

    Gegen 17:30 haben dann die letzten Hobbybands aufgehört zu spielen und die Stände bauten Grossteils ab.

    Um 18:00 konnte ich meine Tickets abholen. Ohne Schlange ohne Stress. Im Zelt machte Sugar Ray gerade seinen Soundcheck. Und ein paar ganz Bluesverrueckte grüßten schon die Bobs.

    Die übliche Ansage (Bürgermeister ?) und dann gings vor kaum gefüllten Zelt los.


    Erika Baier & The Business

    Klassischer Blues mit ganz anständiger Sängerin. Auf jeden Fall war nach 2 Nummer schon klar wer die örtlichen Tänzer waren 8)


    Dank 2er Bühnen gabs keine Umbaupause.

    Normalerweise würde ich ja schreiben das "Professor Pete & his solid senders " loslegten schreiben. Aber loskriechen beschreibt das was jetzt passierte schon eher.

    Musikalisch eine klassische Swingband im Stile von Prima und Jordan. Klar dass mich da jeder schon am kreiseln sieht. Nur der Sänger zog jeden Satz in die Länge. Klar war das gut gemacht und die Band spielte Punktgenau mit.

    Aber der Ausdruck " dem kannst du beim Laufen die Schuhe besohlen" dürfte die passende Bezeichung für diesen Sänger sein.


    Bei der Moensteras Blues Band war das Zelt zum ersten mal gut gefüllt. Und zu recht. Schneidende Gitarrenklänge und guter Groove so lieb ich daß. Nur bei den auf schwedisch gesungen Nummern hatte ich gewisse Schwierigkeiten. Irgendwie passte daß nicht so zusammen.


    Jump4joy XL

    Keyboarder der New Orleans Style spielt und ich verlass das Zelt. Klar war ich todmüde und brauchte vor Sugarray Rayford noch einen Zuckerschock um wieder wach zu werden. Aber die wären auch wach nicht zu ertragen gewesen.

    Die Band hatte keinen Hauch von New Orleans Groove. Der Keyboarder war immer grossspurig am rumlabern. Und die Bläser tuteten immer gleich in ihre Instrumente.


    Dafür war Sugarray Rayford mal wieder ganz heiß. Ganz klar auch warum. auch er darf nicht jeden Tag mit Bob Stroger, Bob Margolin und Bob Corritore zusammen spielen. :)

    Es war also Bluesparty angesagt. Und das vom feinsten. Dazu dass noch ein Gastauftritt von Diunna Greenleaf für ein sensationell emotionales "if you ever change your mind". Kein Wunder das Bob Corritore schon gegrinst hat als er mich vor dem Auftritt sah. Der hat mich schon so oft tanzen gesehen, der wusste was passieren würde. ;)


    Zum Abschluss Fried Okra aus Dänemark . Das war wunderschöner und gut gemachter One Cord Blues. Schade dass die meisten schon gegangen waren. Die haetten mehr Publikum verdient.

    Auf jeden Fall ein guter Tip für die Fraktion die traditionell in Luzern immer Fischstäbchen geniesst. Quasi als vegetarische Variante.


    So und da jetzt der Regen aufhört geh ich wieder ins Städtchen.

    Hoffe mal das die alle schlechten Band gestern schon verbraucht haben.


    Samstag

    Vor lauter Müdigkeit komplett übersehen, daß der SBC schon morgens begann. Ich kam pünktlich zum Abbau aller Teilnehmer.

    Und zum Aufbau der Hobbybands. Da ich die mäßigen von gestern schon kannte, konnte ich mich auf die noch unbekannten konzentrieren. Und diesmal waren auch ganz anständige Bands dabei.

    Wie die TNT-Bluesband. Der Gitarrist spielte eine sehr ordentliche Telecaster im Stile von SRV oder Albert Collins. Und singen konnte er auch noch.

    Berga Blues spielte akustischen Blues mit schwedischen Texten. Und im Gegensatz zu gestern klang das auch gut.👍


    Nach Pause gings um 19:00 weiter mit den Chargers. Guter elektrischer Blues mit schön grooviger Band. Besonders der Hammondspieler war klasse.


    Sky High ist ein klassisches Powertrio. Am Anfang gabs ein paar covers von Hendrix und SRV. Danach wurde es lauter und rockiger.

    Zeit also vor dem Zelt einen Langos zu verdrücken.


    Bobs auf Blues die 2.

    Nach dem gestrigen Auftritt als Begleitband. Diesmal quasi solo. Wer die Führung hatte ?

    Keiner! Gespielt wurde auf was man gerade Lust und Laute hatte. Hauptsache wie von Bob Stroger angekündigt es handelt sich um Chicagoblues. Und daß die das können haben die mal wieder bewiesen.


    Big Creek Slim

    Wieso bei denen auf einmal das halbe Zelt wieder leer war? Ich weiß es nicht. Die spielten Chicagoblues vom feinsten. Sehr guter Sänger und Gitarrist. Klasse Harper. Zusammenspiel besser wie bei den Bobs.

    Und ein direkt vor mir stehender Bob Corritore war laut Gesichtsausdruck ähnlicher Meinung.


    Diunna Greenlef and 2 Bobs

    Warum nur 2? Bob Stroger überließ der Jugend den Vortritt am Bass. Hat aber gar nicht gestört. Was gestört hat war das gelabbere aus den hinteren Reihen.


    Da hört man vorne eine der besten Bluessängerin überhaupt. Und bei jeder leisen Nummer lärmts von hinten.

    War trotzdem mal wieder ein toller Auftritt. Und die beiden Bobs waren da mit Schuld dran. Der 3. Bob kam dann bei der Schlussnummer zusammen mit Sugar Ray auf die Bühne zum Triet ?


    Der Abschluss ging mit Cirkus Prütz wieder in die härtere Richtung. Und dafür war ich dann gestern zu müde.


    Heute ausruhen und Bericht schreiben und morgen gehts ab gen Süden.


    Nächster Bluezwischenstopp

    Hazmat Modine 6.6. in Hamburg. Sollte mich ein Roader sehen. Ihr dürft mich beim tanzen stören.

  • Zu Hazmat Modine fällt mir nur ein Wort ein.

    Gesamt "Groove" werk.

    Mit Blues hat es nicht mehr viel zu tun. Da wird alles in den Eintopf was groovig und teuer ist. Ein bischen Blues, Klempzer, gerne etwas karibisches. Gut umgerührt, fein abgeschmeckt und schon ein Gemisch raus das einen Urgroove hat dem ich nicht wieder stehen.

    Deshalb gehts nächste Woche auch noch mal Ingolstadt. Zum Glück nicht auf dem Bluesfestival. Weil da wurde mir Tanzverbot angedroht.

    Ob ich mich bei Sue Foley daran halten werde. Schau mer mal.

  • Die Bluesnight in Petershagen liegt hinter mir. Und ich muss sagen schön wars.

    Und das nicht nur wegen der Musik. Die Location im Haus No.2 ist wunderschön. Der Hof ist herrlich schattig und das Essen war zu vollster Zufriedenheit.

    Dazu waren noch eine ganze Menge Bekannte vor Ort.


    Dazu noch 3 richtig feine Bands was will man mehr.

    Die Cadillac Kings brauchten etwas um in Schwung zu kommen. Aber dann wars richtig gut. Gespielt wurde alles von Chicagoblues, Lousiana Style bis zum Ragtime.


    Awek ist Frankreichs Antwort auf alles was in Chicago Blues spielt. Und verstecken brauchen die sich hinter niemand. Das ist Spitzenblues der gerade zu zum tanzen auffordert.


    Johnny Mastro and the mama boys

    Lange Zeit nicht mehr gesehen. Aber immer noch geiler dreckiger Blues.

    Smokey spielt eine richtig dreckige Gitarre zu der Johnny Mastros Harp wunderbar passt. Und fürs Auge kam auch noch Ghalia für ein paar Nummern auf die Bühne.


    Nächster Zwischenstopp Ingolstadt

  • Besser hätte ich die Reise nicht planen können. Während die anderen Radler bei kühlen Temperaturen und stark nach Regem riechenden Wetter die Donau lang radeln. Nutze ich die Kühle zur Regeneration.


    Blues gibt's natürlich auch. Gestern eins der wenigen Deutschlandkonzerte von Sue Foley und heute abend geht's zu Hazmat Modine.


    Sue Foley war gestern gut gelaunt und spielte viele Stücke von ihrer neuen Cd Ice Queen.

    Die Cd hat sie in Austin Texas aufgenommen. Und dem entsprechend war der eine Teil des Konzert Texasblues lastig. Da in der ausverkauften Neuen Welt aber auch wirklich kein Platz zum tanzen war musste ich mich mit Füsse wippen begnügen. Im 2. Set griff sie zur akustischen Gitarre und spielte Countryblues


    Hoffe daß ich beim nächsten Konzert von Sue wieder mehr Platz zum Tanzen hab.

  • So jetzt noch kurz der Bericht zu Hazmat Modine. Toll war's, noch deutlich mehr Spielfreude wie in Hamburg. Ob das an der netten Dame an der Posaune lag, die in Hamburg gefehlt hat ? Nicht nur.

    Schade nur das auch im Bürgerhaus alles bestuhlt war und kein Plätzchen zum tanzen zu finden war.