The Blues Band live im Meisenfrei

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    Das Meisenfrei in Bremen hat schon etliche Blues und Blues-Rock Größen erlebt. The Blues Band sind in ihrer fast vierzigjährigen Geschichte noch nie in dem ehrwürdigen Bremer Club aufgetreten. Das soll sich ändern, sie sind für den 9. September um 21:00 Uhr angekündigt. Um halb neun ist die “Meise“ schon gut gefüllt. Viele bekannte Gesichter tummeln sich vor der Bühne und an der Bar. So mancher Schnack lässt sich noch vor dem Auftritt abhalten. Um neun Uhr betreten die Herren Tom McGuiness (git,,mand. voc), Paul Jones (harp, voc), Dave Kelly (git, voc), Gary Fletcher (bs, akustic git, voc) und Rob Townsend (dr). Die Blues Band beginnt mit einem Stück aus ihrer neusten CD “The Rooster Crowed“ mit “Too much Competition“ Aus diesem am 22. Juni erschienenen Tonträger werden wir an diesem Abend noch mehr zu hören bekommen, u.a. “Peace – Don't You Worry“, “Weeping Willow“ “Get Right Church“.


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    Jedes Mal wird dazu von Paul Jones das Werk euphorisch angepriesen. Weiterhin gibt es bei diesem Gig Stücke aus den einzelnen Solo-Alben von Tom McGuiness, Paul Jones, Dave Kelly und Gary Fletcher zu hören. Alle Musiker sind große Könner an ihren Instrumenten. Zudem sind hier noch sehr gute Sänger am Werk. Hier stehen über 350 Jahre britische Blueserfahrungen auf der Bühne. Manfred Mann, John Mayall, McGuiness-Flint um nur einige der Bands zu nennen in denen die Mitglieder schon gespielt haben. Es ist insgesamt ein ruhiger Abend an diesem Freitag in Bremen. Ältere Titel z. B. aus dem “Live at Rockpalast“ werden (fast) nicht gespielt. Die musikalische Qualität der Musiker wird dabei aber nicht in Frage gestellt.


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    Es ist ein Konzert der besseren Kategorie, das wir hier erleben dürfen. Trotz des etwas “behutsamen“ Verlaufs des Abends herrscht eine sehr positive Grundstimmung im Publikum. Während der Pause ist der Merchandising -Tisch an dem die Band auch die Tonträger signiert, umlagert.

    Paul Jones ist nicht nur ein großartiger Sänger und virtuoser Harper sondern auch ein guter Moderator und starker Entertainer. So animiert er die Besucher bei dem Stück “Suddenly I Like It“ von seiner gleichnamigen Solo-CD zum mitmachen. Der ganze Saal singt zum Schluss des Songs lauthals mit. Nach zwei kurzweiligen Nettospielstunden geht der offizielle Set zu Ende. Als erste Zugabe erfüllt Paul Jones einem Gast einen besonderen Wunsch - “Top of the World“. Hiervon ist Tom McGuiness, der das Stück singt, sehr überrascht und merklich angetan.


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    Zum Schluss gibt es dann doch noch ein druckvolleres Stück, das sich auch auf der “Live at Rockpalast“ CD befindende “Maggie's Farm“. Das im Ursprung von Bob Dylan stammende Stück ist der einzige number one Hit der Band in England. Was wohl auch mit an der damaligen Regierungschefin des Königreiches lag. Bei diesem Schlussstück gab es dann noch mal ordentlich Gelegenheit mitzusingen. Gegen viertel nach elf verlassen wir höchst zufrieden den Bremer Bluestempel.


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    Anmerkung:

    Gary Fletcher hatte während des Vortrages einer seiner Songs, er spielte zu der Band akustische Gitarre, das Problem, dass er auf Grund eines sehr kommunikationsfreudigen Trios vor der Bühne seine eigene Stimme im Monitor nicht hören konnte. Er hat, während des Stückes diese Besucher um Ruhe gebeten. Darauf verschwand das Trio (beleidigt?).

    Ich frage mich auch, warum geben Leute 28,- € für eine Konzertkarte aus um dann laut gegen die Musik anzubrüllen? Das könnten sie doch in einer Kneipe viel einfacher haben.